KINOR - Jüdischer Kulturverein Gelsenkirchen

KINOR - Jüdischer Kulturverein Gelsenkirchen

→ im GELSENZENTRUM


Der Jüdische Kulturverein KINOR - Geschichte und Fotos

Mal-Aktion

Malaktion

HWH Kindergruppe

HWH Kindergruppe

Im Museum

Im Museum

Remscheid

Remscheid

Remscheid, im Garten

Remscheid, im Garten

Chaimowicz

Chaimowicz

Chaimowicz

Chaimowicz

Gesamtschule

Gesamtschule

Im Atelier Rolf Glasmeier

Im Atelier Rolf Glasmeier

Ein Fest

Ein Fest

AWO Kindertheater

AWO Kindertheater

AWO Tanz

AWO Tanz

Seit 1993 Kooperation mit der Organisation "Deutsche Jugend in Europa" (djo)

Von jüdischen Migranten waren wir die ersten in NRW, die "djo" "entdeckt" und ihre Türen für jüdische Kinder und Jügendliche geöffnet haben. Nur viel später entstanden noch andere Netzwerke für jüdische junge Menschen unter dem Dach der djo, mit einigen kommunizieren wir eng und ich berate dessen Organisatoren bis heute. Durch die djo waren jüdische Kinder und Jugendliche oft im Ausland und in vielen wundeschönen Orten Deutschlands. Mit der Unterstützung von der djo könnten wir viele Museen, Galerien und Theater in der Region besuchen und interessante Bildungsveranstaltungen organisieren.

Im Februar 2000 hat die djo für die jüdische Jugendgruppe von KINOR in einem evangelischen Gemeindenhaus in Gelsenkirchen ein Netzwerk für die regelmäßigen Treffen am Ort organisiert. Mit dieser Gruppe haben wir z. B. folgende Aktion durchgeführt:
23.07.--01.08.2000 – Das internationale Seminar in Israel vom Bildungsministerium in Israel; Für Schüler aus dem Ruhrgebiet zusammen mit 40 israelischen Jugendlichen.
"Internationale Beziehungen für Eröffnung der jüdischen Jugend". Sommerlager "Jugendsführung" für Teenager-Emigranten Israel-Deutschland – Psychologisches Seminar + Ausflüge Vor der Reise wurden für die Teilnehmer Vorträge von Fachleuten über Israel organisiert; Bei diesem Seminar hat jede Gruppe ihr eigenes Projekt entwickelt und präsentiert. Unser Projekt hieß "Ein Jugendzentrum in Gelsenkirchen" – für jüdische und andere jungen Menschen. Diesen Traum haben wir in Gelsenkirchen bis heute.
Grillparty am 01.07.2001 mit ca. 80 Teilnehmern aus verschiedenen Städten (s. Foto)

Am 1. Juli 2001 hat im Revierpark Nienhausen in Gelsenkirchen unsere traditionelle Grillparty für Jugendliche und Kinder stattgefunden. Diesmal aber war sie ungewöhnlich zahlreich besucht – ca. 80 Teilnehmer aus verschiedenen NRW–Städten.
Das Partyprogramm wurde der Verabschiedung Gebhard Netiks als Geschäftsführer der djo-NRW gewidmet. Ich und die Teilnehmer meiner Jugendgruppe erinnerten uns an unsere gemeinsamen Veranstaltungen mit Gebhard, Ausstellungs- und Theaterbesuchen usw. Ein ganz besonderes Ereignis war für uns die Reise nach Israel im August 2000. Als ein kleines Dankeschön und als Erinnerung haben die Jugendliche Gebhard ein T-Shirt mit ihren Unterschriften geschenkt. Zu dieser Party wurden viele interessante Gäste eingeladen. Unter ihnen war Jurij Tomilin aus Wuppertal, der Gründer und der Vorsitzende des Clubs KSP in NRW, mit seinem Team. "KSP" kann man als Club der Selbstgemachten Lieder übersetzen. Das ist eine Art des Chanson, eine alte Tradition in der ehem. Sowjetunion, die wir auch nach Deutschland mitgebracht haben. Wir haben über diese Musikrichtung, über die Geschichte dieser in der UdSSR und über die Verbreitung in Deutschland gesprochen. Den ganzen Tag lang haben wir mit der Begleitung von Jurijs Gitarre unsere Lieblingslieder gesungen. Ab und zu nahm auch Gebhard seine Gitarre in die Hand.
Die Brüder Jablonski, die auch mit Gebhards Hilfe den Club "Was, wo, wann?" (ein Spiel für intellektuelle Menschen, auch eine unserer Traditionen) in Dortmund für das Ruhrgebiet gegründet haben, erzählten über ihre Tätigkeit und über die Verbreitung des Spiels in Deutschland.
Schließlich haben die Leader eines weiteren traditionellen Spielclubs KWN (Club der Fröhlichen und der Findigen) über den Erfolg ihres Teams (Dortmund-Ruhrgebiet) an den regionalen und bundesweiten Wettkämpfen erzählt. Junge Leute aus Düsseldorf und Köln erzählten über das Jugendleben in diesen Städten. Dazu noch philosophische, theologische und historische Diskussionen, gute Unterhaltung, neue interessante Kontakte – kurz gesagt, die Party war gelungen.

Bescheinigung über die ehrenamtliche Tätigkeit von Elena Gubenko

Frau Elena Gubenko ist seit 1993 ehrenamtliche Mitarbeiterin bei der DJO-Deutsche Jugend in Europa, Landesverband NRW e.V..Seit diesem Zeitpunkt leistet Sie eine engagierte Arbeit. Folgende aufgeführte Tätigkeiten/Aktivitäten zeichnen das persönliche Engagement von Frau Gubenko aus:
Kinder-und Jugendleiterin in Ferienlagern
Besichtigung von Kunstmuseen, Galerien und Ateliers, Theater (Studio-Bühne Essen) in der Region
ständige Arbeit mit Jugendgruppen aus dem Ruhrgebiet
Teilnahme als Referentin an Bildungsmaßnahmen
Teilnahme am internationalen Seminar vom 05.-10.12.1999 in Israel zum Projekt "Neue Brücke"
Teilnahme vom 23.07.-01.08.2000 am internationalen Seminar in Israel
Teilnahme am Seminar "Arbeitskreis Aussiedler" vom 06.-08.10.2000 in Berlin
Organisation von Veranstaltungen, z.B. am 25.01.2001 in Gelsenkirchen, ein bunter Abend mit Theater, Gesang und Tanz oder eine Grillparty am 01.08.2001 mit Teilnehmern aus verschiedenen Städten in NRW
Teilnahme am Kinderspielfest "Reise um die Erde" im März 2001 und im September 2001 am Straßen-Kinderspielfest international
Teilnahme an der Podiumsdiskussion "Die Rolle der eigenen Kultur zur Identitäts- und Persönlichkeitsbildung im November 2001
Teilnahme an der Bildungsveranstaltung vom 26.-30.10.2003 zum Thema "Deutsche und Jüdische Geschichte im Kulturvergleich"
Teilnahme an der Veranstaltung "Eröffnung des russischen Literatur-musikalischen Salon" im November 2003 in Gelsenkirchen
Workshop für Jugendliche vom 14.-22.04.2004 "Klezmermusik und Jiddisch - Was ist das?"

B. Schulz

Am Flughafen

Am Flughafen

Grillparty

Grillparty

In Israel

In Israel

Die Jugendgruppe in Bochum

Die Jugendgruppe in Bochum

Theater

Theater

9.2001 Kinderspielfest international
Interkulturelle Woche / Woche der ausländischen Mitbürger in Gelsenkirchen, Start ins zweite Halbjahr 2001
Kleine Abenteuer und Spektakel

Der Jüdischer Kulturverein Gelsenkirchen e.V. "Kinor" und der Falken Schülerclub aus Schalke haben sich in Rahmen der Interkulturelen Woche / Woche der ausländischen Mitbürger in Gelsenkirchen etwas Besonderes ausgedacht - am Sonntag, den 30. September, ein internationalen Kinderstraßenfest veranstaltet (am "LaLok libre", Dresdener Strasse 87).

Motto des Fests:
The more we are together, together, together,
The more we are together, the happier we shall be.
Because my friends are your friends
And your friends are my friends.
The more we are together, the happier we shall be.

Dieses Lied hat Elena Gubenko (die Vorsitzende des Jüdischen Kulturvereins Gelsenkirchen e.V. "Kinor", Leiterin des Falken Schülerclubs, Organisatorin und Moderatorin des Festes) zusammen mit Gebhard Netik ( djo – Deutsche Jugend in Europa) mit Gitarrenbegleitung gesungen. So hat das Fest begonnen.

"Russische Jahrmarka, russische Jahrmarka! Kommt her, Leute !"- rufen Kinder (in russischen Kostümen angezogen) Alina Melamed (10), Mark Gutman (8) und Ruslan Dill (11) und Petruscka - eine Puppe wie der deutsche Kaspar, die immer zu russischen Jahrmarka gehört. (Das russische Wort "Jahrmarka" kommt von uraltem deutschen Wort "Jahrmarkt" und bedeutet Basar, Kirmes, Straßentheater usw.)
"Zu uns sind heute Kaufleute aus fernen Ländern gekommen, - erzählen die Kinder weiter. – Ihr könnt hier russische und jüdische Köstlichkeiten (wurde vom Jüdischen Kulturverein "Kinor" angeboten), spanische Spezialitäten (Sociedad del Emigrante Espanol e. V.), türkische Getränke (Alevi - Bektaschi Kulturverein) probieren. Baranki, Bublitschki (russisches Gebäck). Wer ein Bublitschek will, der ein Rätsel lösen muss!" Dann kommen die russischen Rätsel. Ein Junger nimmt eine kleine Balalaika und Kinder tanzen und kreisen mit einer kleinen russischen Karussell.

Die Musikgruppe "Shalom" des Jüdischen Kulturvereins Gelsenkirchen e.V. "Kinor" spielt Potpourris aus jüdischen und russischen Liedern. Danach stellen Alina und Mark ein jüdisches traditionellen Spiel, das man am Hanukkafest spielt, - man dreht einen viereckigen ein Kreisel, Sewiwon, und singen das Sewiwonslied. Dann treten die Jungs aus Breaakedancegruppe der Gesamtschule Berger Feld auf.

Gleichzeitig haben die Kinder die Möglichkeit, an verschiedenen Ateliers teilzunehmen – sie malen und gestalten (Kunstwerkstatt, wurde vom Kinderschutzbund organisiert), Theateratelier - Kinder suchen für sich Theaterkostümen aus, improvisieren ein kleines Theaterstück und sofort stellen vor ("Intermezzo!"). Dazu gibt es eine Sport- und Zirkuswerkstatt und ein Spielatelier mit interllektuellen Spielen.

In der Durchführung des Feste nehmen die jüdischen Jugendlichen aus der Jugendgruppe, die mit Hilfe der djo – Deutschen Jugend in Europa organisiert wurde, teil: Polina Pysmenna und Stanislava Litvak (jüdische Tanzgruppe), Leiter der Ateliers: Eugenia Fidler, Julia und Igor Fadejev, Igor Kyslyzyn, Leonid Farnin. Radmila Grinberg (17) zeigt ihre Bilder – diese Ausstellung im "La Lok" kann man noch bis November besichtigen.

Es war ein aufregender Nachmittag für die Kinder und auch für Erwachsene. Alle konnten mitmachen und kostete "nix". Die Veranstalter möchten das Miteinander der Kulturen betonen, besonders in diesen von Terror gezeichneten Zeiten sind andere kleine Schritte wichtiger denn je.

Straßen-Kinderfest 2003

Straßen-Kinderfest 2003

Stadtfest Jüdischer Tanz

Stadtfest Juedischer Tanz


Pressemitteilung

Am 7. Mai 2002 um 19.00 Uhr findet in den Räumlichkeiten der AWO, Grenzstr. 47 in Gelsenkirchen eine Veranstaltung zum Gedenken des Kriegsendes in Anwesenheit von russischen Kriegsveteranen statt. Dieser Gedenktag soll nicht nur an die Kriege der Vergangenheit erinnern, sondern auch die Verurteilung der aktuellen kriegerischen Auseinandersetzungen in der ganzen Welt zum Thema haben. Zur Begrüßung wird eine Vertreterin vom Landtag NRW erwartet.
Das Kulturprogramm besteht aus Klassischer Musik, russischen, ukrainischen, jüdischen Liedern und Gedichten sowie Vorführungen der Jugendgruppe von "KINOR". Der Eintritt ist frei. Veranstalter ist der Jüdische Kulturverein "Kinor" in Zusammenarbeit mit der AWO Unterbezirk GE/BOT.


Pressemitteilung - Jüdischer Kulturverein Gelsenkirchen e.V. KINOR

Gelsenkirchen, 11. Mai 2001

Veranstaltung des Jüdischen Kulturvereins Gelsenkirchen e.V.
zum Gedenken des Kriegsendes am 8. Mai 1945

90 Gelsenkirchener Juden aus der ehemaligen UdSSR versammelten sich am 8. Mai 2001 im "Lalok libre" in Schalke, um dem Kriegsende am 8. Mai 1945 zu Gedenken. Sieben Kriegsveteranen, die aus der damaligen Sowjetunion stammen, schilderten ergreifend ihre Erlebnisse während der Kriegszeit. Ein Überlebender des jüdischen Ghettos in Minsk berichtete über die unmenschlichen Bedingungen des Lebens im Ghetto.

Nach den Berichten der Zeitzeugen sprachen Redner über den Aspekt der Befreiung und unterstrichen, dass neben der jüdischen Bevölkerung auch viele politisch Verfolgte aus Gefängnissen und Konzentrationslagern befreit wurden. In Kulturprogramm trugen Künstler Gedichte und Lieder aus der Kriegszeit vor und alle Besucher sangen die noch immer populären Lieder innig mit. Zum Gedenken an die Vernichtung von Juden durch die Nazis und zum Gedenken an alle Umgekommenen während (wegen?) des Weltkrieges wurde vom Kantor Jurij Zemski das Gebet "El male rachamim" gesprochen.

In vielen Grußworten wurde die Unterstützung der Arbeit des neu gegründeten Jüdischen Kulturvereins zugesagt und von anderen Vereinen wurde auch Mitarbeit angeboten. Für die SJD - Die Falken erinnerte der ehemalige Unterbezirksvorsitzende Manfred Fokkink an die traditionelle Bindung der Falken zu Mitgliedern der Jüdischen Gemeinde in Gelsenkirchen. Er schilderte die rege Mitarbeit jüdischer Mitglieder der Falken vor dem Krieg, gemeinsame Schicksale während der Zeit der Nazidiktatur und Kooperationen in der Nachkriegszeit. Auch er begrüßte die Zusammenarbeit mit dem Jüdischen Kulturverein, die letztlich bedeutet, dass sich ein traditioneller Kreislauf schließt.

Der Kulturverein KINOR möchte sich im Namen vieler Gelsenkirchener Juden bei der SJD - Die Falken und bei der Koordinierstelle für ausländische und deutsche Mitbürgerinnen und Mitbürger, Stadt Gelsenkirchen, speziell bei den Herren Manfred Fokkink und Mehmet Ayas, für die Unterstützung der Tätigkeiten des Vereins öffentlich bedanken.

Quelle: Elena Gubenko, KINOR. April 2008.
(Die Texte und Bilder stellt KINOR bereit, Veröffentlichung mit freundlicher Genehmigung von Elena Gubenko)

Andreas Jordan, Juli 2008