Video: Wir warten auf den Bus - Das Denkmal der grauen Busse
Das Denkmal nach dem Entwurf von Horst Hoheisel und Andreas Knitz ist als "Transportmittel der Erinnerung" für die Euthanasie-Opfer des Nationalsozialismus gedacht und soll sowohl Opfer als auch Täter und die Tat reflektieren. Es besteht aus zwei Betonbussen, deren Vorbild die Transportfahrtzeuge der "Gemeinnützigen Krankentransport GmbH" - GEKRAT (eine Tarnfirma der Nazis) sind, mit denen 1940 und 1941 allein 691 Patienten aus Weißenau als "lebensunwert" in die Vernichtungsanstalt Grafeneck deportiert wurden. In Grafeneck starben 10.654 Männer, Frauen und Kinder.
Denkmal der grauen Busse - Wohin bringt Ihr uns?
Bild Andreas Praefcke: Das Denkmal der grauen Busse in Weißenau, ein Ortsteil von Ravensburg.
Das Denkmal der grauen Busse ist ein zweiteiliges Denkmal, das 2006 für die Opfer der Krankenmorde der nationalsozialistischen "Aktion T4" (die so genannte "Euthanasie" im Dritten Reich) in der ehemaligen Heilanstalt Weißenau in Ravensburg errichtet wurde.
Die grauen Busse
Von Dezember 1941 bis Mai 1942 wurden in drei eingesetzten "grauen Bussen", die als "fahrende Gaskammer" fungierten, 97.000 behinderte Menschen mit Motorabgasen ermordet.
Das Foto zeigt den Schloßhof der Pflegeanstalt Bruckberg während eines der drei Abtransporte in "T4-Tötungsanstalten", Frühjahr 1941. Der Fotograf ist nicht zu ermitteln, vermutlich war es der Leiter der Einrichtung Hilmar Ratz. Quelle: Zentralarchiv Diakonie Neuendettelsau
Deportation von Patienten aus Liebenau ca. 1940. Quelle: Stiftung Liebenau
Ein Patient wird zum Buss gebracht
Bus der "Gemeinnützigen Krankentransportgesellschaft" (GEKRAT) mit Fahrern bzw. GEKRAT-Personal vor dem Wirtschaftsgebäude in Grafeneck 1940. Quelle: Landesarchiv NRW
Bildquellen (soweit nicht oben genannt): www.het-autobusarchief.nl