GELSENZENTRUM-Startseite

Über uns

← Startseite GELSENZENTRUM E.V.


Die Internetpräsenz des GELSENZENTRUM e.V. ist als Gedenkprojekt den Opfern des Porajmos, des Holocaust, der Shoa - allen Menschen, die Opfer der nationalsozialistischen Barbarei wurden, gewidmet.

Damit nie wieder jemand sagt, das alles habe es nicht gegeben.

Andreas Jordan

Gelsenzentrum e.V. - Verein für regionale Kultur- und Zeitgeschichte Gelsenkirchen

Schwerpunkte der Vereinsarbeit sind neben der multimedialen Aufbereitung und Dokumentation der zeithistorischen Ereignisse in Gelsenkirchen zwischen 1933-1945 auch die Förderung der Erinnerungskultur durch die aktive Unterstützung und Realisierung überregionaler Erinnerungsprojekte in Gelsenkirchen. So übernahm der Verein 2008 die Organisation und Planung des Aufenthaltes der fahrenden Ausstellung im "Zug der Erinnerung" in Gelsenkirchen. Die Umsetzung des Projektes "Stolpersteine" des Kölner Künstlers Gunter Demnig in Gelsenkirchen haben wir im Sommer 2009 mit der ersten Verlegung von Stolpersteinen realisiert. Im Focus unserer Aktivitäten steht die Pflege der lokalen Erinnerungskultur, um so dem Vergessen entgegen zu wirken. Mit unserer Arbeit tragen wir zur Wachsamkeit gegenüber Antisemitismus, Antiziganismus, Rassismus und Menschenverachtung bei. Unsere Zielsetzung ist es, der heutigen Gesellschaft ihre Verantwortung für eine tolerantere und menschlichere Zukunft bewusst zu machen.

Der Verein mit Sitz in Gelsenkirchen hat sich im Jahr 2005 gegründet und ist als gemeinnützig anerkannt. Wir sind politisch und konfessionell unabhängig. Diese Unabhängigkeit von gesellschaftlichen Gruppierungen oder politischen Parteien ist Voraussetzung für unsere Tätigkeit. Die Vereinsarbeit wird vom in der heutigen Zivilgesellschaft oft fehlenden bürgerschaftlichen Engagement des Vorstandes und seiner Mitglieder getragen. Wir erhalten keinerlei staatliche oder institutionelle Unterstützung, wir finanzieren die Vereinsarbeit ausschließlich aus Spenden.

Gelsenzentrum e.V. ist mit einer eigenen Internetpräsenz online, die als Gedenk- und Erinnerungsprojekt "Gelsenzentrum - Portal für Stadt- und Zeitgeschichte" konzipiert ist. Einer der Preisträger im bundesweiten Wettbewerb "Aktiv für Demokratie und Toleranz 2009" des "Bündnisses für Demokratie und Toleranz " (BfDT) war das Gedenk- und Geschichtsprojekt "Gelsenzentrum". Der Wettbewerb zeichnet vorbildliche und nachahmenswerte zivilgesellschaftliche Aktivitäten aus.

"Die Ermordeten sollen nicht noch um das einzige betrogen werden,
was unsere Ohnmacht ihnen schenken kann, das Gedächtnis"

Theodor W. Adorno

Verschiedene Projektgruppen und Initiativen betreuen und realisieren eigenverantwortlich unter dem Dach des Gelsenzentrum e.V. Projekte wie die Stolpersteine oder auch lokale Erinnerungs- und Gedenkorte, richten Veranstaltungen oder Demonstrationen aus. So hat eine unserer Initiativen 2010 erreicht, dass der Name eines NS-Täters als Namensgeber einer Straße in Gelsenkirchen aus dem öffentlichen Raum getilgt worden ist.

Der Dialog mit Holocaust-Überlebenden unterschiedlicher Konfessionen und Kulturen, deren Angehörigen und Nachfahren liegt uns am Herzen. Viele der in alle Welt verstreuten Menschen sind auf unterschiedlichste Art und Weise auch viele Jahrzehnte nach dem Holocaust noch mit Ihrer Heimat- oder Geburtsstadt Gelsenkirchen verbunden. So konnten auch tiefe Freundschaften zwischen den einst Verfolgten und uns als nachgeborene Generation geschlossen werden. Viele der Menschen stellten uns Ihre lebensgeschichtlichen Erinnerungen in schriftlicher Form, Fotos und Dokumente zur Verfügung, die von uns multimedial aufbereitet wurden und nun auf unserer Internetpräsenz an die Schicksale der Überlebenden und ihrer Angehörigen sel. Andenkens erinnern. Die lebensgeschichtlichen Erinnerungen der Verfolgten soll uns Mahnung und Verpflichtung sein, dem Vergessen entgegen zu wirken.

Bei der Gestaltung des Angebotes unserer Internetpräsenz achten wir auf Barrierefreiheit. Wir vermeiden aus grundsätzlichen Erwägungen die plakative Darstellung von NS-Symbolen und die Darstellung oder Abbildung in Form von Fotos von Nazigräuel in den Vernichtungslagern und anderen Unrechtsstätten.

Wider der Schlussstrichmentalität

In der Dokumentation der Stadtgeschichte Gelsenkirchens und der Aufarbeitung von lokalen Ereignissen aus der Zeit von 1933 - 1945 sehen wir einen weiteren Tätigkeitsschwerpunkt. Die Verfolgungsschicksale der einzelnen Menschengruppen aber auch die Täter und Mitläufer sollen nicht vergessen werden.

Je größer der zeitliche Abstand zu unserer gemeinsamen Vergangenheit wird, um so wichtiger ist es, die Erinnerung an die Verbrechen im Nationalsozialismus wachzuhalten und das Andenken an die Menschen, die dem Unrechts- und Mordregime zum Opfer gefallen sind, zu wahren. Das ist eines der erklärten Ziele des GELSENZENTRUM E.V. - Gemeinnütziger Verein für regionale Kultur- und Zeitgeschichte Gelsenkirchen.

→ Gelsenzentrum e.V. - Auszeichnungen und Ehrungen


Gelsenzentrum e.V., Januar 2011

↑ Seitenanfang