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Die Internetpräsenz des GELSENZENTRUM e.V. ist als Gedenkprojekt den Opfern des Porajmos, der Shoa, allen Opfern der nationalsozialistischen Barbarei gewidmet.

Damit nie wieder jemand sagen kann, das alles habe es nicht gegeben.

Andreas Jordan

Gelsenkirchen: Streit um Stolpersteine

So titelt die WAZ im Lokalteil der Gelsenkirchener Ausgabe vom 27. Mai 2010. Wir sehen keinen Streit. Da gibt es nichts zu streiten. Da haben einige ihre persönliche Meinung geäußert und dazu haltlose Vorwürfe gemacht. Nicht mehr. Lasst sie zetern und fabulieren - je bekannter wird das Projekt STOLPERSTEINE in Gelsenkirchen. Die STOLPERSTEINE des Kölner Künstlers Gunter Demnig sollen ganz still und persönlich vor Ort an die Millionen gedemütigten, gefolterten und ermordeten Juden, Sinti und Roma, Homosexuellen, Zeugen Jehovas, "Euthanasie"-Opfer, politisch Verfolgte und an viele andere von einem perversen Regime Verfolgten erinnern. Für die Fortführung des Projektes STOLPERSTEINE in Gelsenkirchen setzen wir uns ein.

Heike und Andreas Jordan

"Neues Deutschland" berichtet über die Erinnerungsarbeit der Jordans

Die überregionale Tageszeitung "Neues Deutschland" berichtete in der Bundesausgabe am 3. April 2010 über die Erinnerungsarbeit der Eheleute Jordan aus Gelsenkirchen. So gründeten die Jordans 2005 den als gemeinnützig anerkannten Verein GELSENZENTRUM. Unter dem Dach des Vereins werden z.B. überregionale Gedenkprojekte wie die fahrende Ausstellung "Zug der Erinnerung" oder Gunter Demnigs "Stolpersteine" von dem Ehepaar und seinenn MitstreiterInnen in Gelsenkirchen realisiert.

→ Gelsenkirchen wird erinnert

Gegen Rechtsextremismus, Rassismus und Gewalt

Mit der Kampagne NO NAZIS 2010 setzen wir nun einen weiteren Schwerpunkt in unserer Öffentlichkeitsarbeit. Die Kampagne richtet sich aufklärend und sensibilisierend gegen Rechtsextremismus und Rassismus in und um Gelsenkirchen. Wir wollen den Protest gegen Rechtes und Rassistisches Gedankengut nicht immer nur von Fall zu Fall artikulieren, sondern uns mit langem Atem kontinuierlich gegen Rechtsextremismus und Rassismus stellen.

Protest gegen Pro NRW

Zu den Kundgebungen von Gelsenzentrum am 26. und 27. März 2010 gegen die extrem rechte "Pro NRW" und ihre rassistischen Parolen in Gelsenkirchen geben wir folgende Erklärung ab:

Wir wollen unseren Protest gegen die rassistischen Parolen und Aktivitäten der Pro NRW gewaltfrei und friedlich artikulieren, dazu gehört auch der Verzicht von Teilnahme an Blockadeaktionen. Wir rufen daher alle Teilnehmer und Teilnehmerinnen der Gegenkundgebungen von Gelsenzentrum auf, Ihren Protest gegen die Pro NRW frei von jeglicher Form der Gewalt kundzutun.

Jede Form von Gewalt spielt den Rechtsextremen nur in die Hände. Die Erfahrungen haben gezeigt, dass Pro NRW wie auch andere rechtsextreme Gruppierungen stets politisches Kapital daraus schlagen, wenn sie sich als "Opfer" hochstilisieren und präsentieren können. Wir lassen uns nicht von alten oder neuen Nazis als willfährige Helfer vor deren Karren spannen.

Yad Vashem Deutschland dankt Heike und Andreas Jordan

Bild: Anstecknadel der Gedenkstätte Yad Vashem in Israel

Bild: Die Anstecknadel von Yad Vashem symbolisiert das Gedenken an die Vergangenheit. Die Anstecknadel wurde von Herrn Prof. Yarom Vardimon gestaltet.

Anerkennung und Dank für Andreas und Heike Jordan: Das Gelsenkirchener Ehepaar ist am 17. Dezember 2009 im Düsseldorfer Landtag für seine Arbeit zur Dokumentation der Geschichte der Gelsenkirchener Juden durch Yad Vashem mit einer Anstecknadel bedacht worden. Die Danksagung nahm Arik Rav-On (Direktor von Yad Vashem Deutschland, Österreich und der Schweiz) vor. Bei der Zeremonie sagte Arik Rav-On: "Die Danksagung an Heike und Andreas Jordan ist eine Anerkennung der zahlreichen Bemühungen und Aktivitäten der Eheleute Jordan, das Gedenken an die Opfer der NS-Gewaltherrschaft lebendig zu halten, dafür möchte ich mich im Namen von Yad Vashem herzlich bei Ihnen bedanken." Direktor Arik Rav-On an Heike Jordan, die stellvertretend die Danksagung entgegen nahm: "Für Ihren selbstlosen Einsatz, Ihr Engagement gegen Antisemitismus und Fremdenfeindlichkeit danke ich Ihnen auch im Namen von drei Generationen meiner Familie".

Heike Jordan im Gespräch mit Joseph Israel ben Gal

Im Düsseldorfer Landtag: Heike Jordan im Gespräch mit Joseph Israel Ben Gal, dem Initiator der Danksagung für das Ehepaar Jordan aus Gelsenkirchen-Horst durch Yad Vashem.

Bei der Danksagung im Landtag, von links: Joseph Israel Ben Gal, Oliver Wittke, Heike Jordan, Olaf Lehne und Arik Rav-On

Bei der Danksagung für die Eheleute Jordan, von links: Joseph Israel Ben Gal, Oliver Wittke, Heike Jordan, Olaf Lehne und Arik Rav-On

Joseph Israel Ben Gal übergibt Archivalien zum Rabbinermord im September 1939 durch Wehrmachtsangehörige in Rseszow/Polen (unter deutscher Besatzung Reichshof) für das Archiv von Yad Vashem in Jerusalem an Olaf Lehne und Arik Rav-On.

Joseph Israel Ben Gal übergibt Archivalien zum Rabbinermord im September 1939 durch Wehrmachtsangehörige in Rseszów/Polen (unter deutscher Besatzung Reichshof) für das Archiv von Yad Vashem in Jerusalem an Olaf Lehne und Arik Rav-On.

Kurz-Bericht Wolfgang Deden, Bilder Werner Neumann


Bericht von Joseph Israel Ben Gal

Termin: Donnerstag, 17. Dezember 2009 = 30. Kislev 5770, 13:00 Uhr
Landtag Nordrhein-Westfalen, Düsseldorf.
Anlaß: Danksagung an die Eheleute Heike und Andreas Jordan vom Gelsenzentrum durch Yad Vashem wegen ihres beispielhaften Einsatzes zur Erinnerungskultur mit Schwerpunkt der Aufarbeitung der Shoah, insbesondere der Geschichte der Gelsenkirchener Juden und deren Schicksalen im III. Reich.

&rarr Ausführlicher Bericht von Joseph Israel Ben Gal


Projekt "Gelsenzentrum" ausgezeichnet

Bild: Aktiv für Demokratie und Toleranz 2009

Andreas Jordan ist einer der Preisträger im bundesweiten Wettbewerb “Aktiv für Demokratie und Toleranz 2009“ des Bündnisses für Demokratie und Toleranz. Das Gesamtprojekt "Gelsenzentrum" wurde als vorbildlich eingestuft und mit einer finanziellen Förderung ausgezeichnet. Im nächsten Jahr werden die Preisträger des diesjährigen Wettbewerbs "Aktiv für Demokratie und Toleranz" in einer Veranstaltung öffentlich gewürdigt.


GELSENZENTRUM E.V. wird Mitglied im Bündnis für Demokratie und Toleranz

Bild: Bündnis für Demokratie und Toleranz

Bild: Bündnis für Demokratie und Toleranz

Zitat: "Am 23. Mai 2000 gründeten die Bundesministerien des Innern und der Justiz das „Bündnis für Demokratie und Toleranz - gegen Extremismus und Gewalt (BfDT)". Die Gründungsressorts wählten bewusst den Jahrestag der Verkündigung des Grundgesetzes der Bundesrepublik, um der normativen Kraft unserer Verfassung als Grundlage allen staatlichen und gesellschaftlichen Handelns Ausdruck zu verleihen. Die in unserer Verfassung niedergelegten Freiheitsrechte, Rechtsgrundsätze und Werte sind darüber hinaus auch die Basis für unsere Zusammenarbeit mit den zivilgesellschaftlichen Partnern in den verschiedenen Feldern der praktischen Demokratie- und Toleranzförderung."


Vorsitzender geehrt - Auszeichnung mit hoher Symbolik

Bild: Ehrenurkunde des Jüdischen Nationalfonds

Bild: Die Ehrenurkunde des Jüdischen Nationalfonds

Der Gründer des GELSENZENTRUM - Internetportal für Stadt- und Zeitgeschichte in Gelsenkirchen, Andreas Jordan, wurde jetzt mit der Pflanzung von 10 Bäumen in Israel geehrt. Die Bäume werden im “Wald deutscher Länder” nahe der Stadt Beerscheva in der Negev-Wüste gepflanzt. So lautet der Text auf der Ehrenurkunde:

...DER IST WIE EIN BAUM, gepflanzt an den Wasserbächen, der seine Frucht bringt zu seiner Zeit, und seine Blätter verwelken nicht; und was er macht, das gerät wohl. (Psalm 1,3)

"Zu Ehren von Andreas Jordan in Anerkennung seiner unermüdlichen Aufarbeitung der NS-Zeitgeschichte im "Gelsenzentrum" veranlaßte Joseph Israel Ben Gal die Pflanzung von 10 Bäumen im "Wald der deutschen Länder" in Israel durch den Keren Kayemeth le’Israel (Jüdischer Nationalfonds) 2009 - 5769.

Wald der deutschen Länder

Der "Wald der deutschen Länder" ist eine Initiative zur Bepflanzung und Wiederaufforstung der Wüste Negev in Israel. Durch zahlreiche Spenden aus Deutschland wurden im "Wald der deutschen Länder" um die Wüstenstadt Beerscheva seit 1991 bereits über 420.000 Bäume gepflanzt. Sie stehen sinnbildlich für die Freundschaft zwischen Deutschland und Israel.

Initiator und Schirmherr zu Beginn der 90er Jahre war Johannes Rau. Für seine stete Hilfe wurde er 1995 vom JNF-KKL (Jüdischer Nationalfonds, Keren Kayemeth LeIsrael) als erster Preisträger mit dem "Goldenen Olivenzweig" ausgezeichnet. Das Projekt "Wald der deutschen Länder" steht und stand unter der Schirmherrschaft mehrerer führender Politiker wie z.B. den Ministerpräsidenten Kurt Beck (Rheinland-Pfalz), Hans Eichel (ehem. Ministerpräsident von Hessen), Dr. Johannes Rau (ehem. Ministerpräsident von Nordrhein-Westfalen und Altbundespräsident) und Dr. Bernhard Vogel (ehem. Ministerpräsident von Rheinland-Pfalz und Thüringen), des ehemaligen regierenden Bürgermeisters von Berlin, Eberhard Diepgen sowie zahlreicher Oberbürgermeister, u.a. Jens Beutel (Mainz), Petra Roth (Frankfurt), Manfred Ruge (Erfurt), Dr. Peter Schönlein (Nürnberg).


GELSENZENTRUM - Fünf Jahre Online

Der als gemeinnützig anerkannte und beim Amtsgericht Gelsenkirchen-Buer eingetragene Verein "GELSENZENTRUM - Internetportal zur Aufarbeitung und Dokumentation lokaler zeitgeschichtlicher Ereignisse in Gelsenkirchen" hat sich im Jahr 2005 gegründet. GELSENZENTRUM E.V. dokumentiert die Zeit des Nationalsozialismus in Gelsenkirchen.

Weitere Arbeitsschwerpunkte sind neben der Dokumentation des Holocaust und dessen Nachwirken bis in die Gegenwart tätige Erinnerungsarbeit durch Unterstützung überregionaler Erinnerungsprojekte in unserer Stadt, wie beispielsweise die fahrende Austellung "Zug der Erinnerung" oder das Projekt Stolpersteine des Kölner Künstlers Gunter Demnig. Die multimedial aufbereitete Präsentation der beschriebenen geschichtlichen Ereignisse auf der Internetpräsenz von GELSENZENTRUM E.V. ist ebenso Gegenstand der Vereinsarbeit. Die in der GELSENZENTRUM-Bibliografie aufgeführten Bücher und Schriften stellen eine Literaturauswahl zum Thema "Gelsenkirchen im Nationalsozialismus" dar und sind unter anderem Grundlage für die multimediale Darstellung Gelsenkirchener Stadtgeschichte

Der Verein GELSENZENTRUM E.V.

Bei der Gestaltung der Online-Inhalte unserer Internetpräsenz ist es uns wichtig, auf Barrierefreiheit zu achten und die plakative Darstellung von NS-Symbolen zu Vermeiden. Die völlige Unabhängigkeit von gesellschaftlichen Gruppierungen oder politischen Parteien ist uns wichtig. Dadurch ist es uns möglich, unsere Inhalte und Aussagen völlig unbeeinflusst zu publizieren.

GELSENZENTRUM E.V. wird von dem in unserer heutigen Gesellschaft oft fehlenden bürgerschaftlichen Engagement getragen. Unabhängige, überparteiliche Pflege der Erinnerungskultur auf ehrenamtlicher Basis ist eines der grundlegenden Prinzipien unserer Tätigkeit. Der Verein GELSENZENTRUM erhält keinerlei finanzielle oder inhaltliche Förderung von staatlichen oder institutionellen Stellen, sondern finanziert sich ausschließlich durch Spenden.

Stadtgeschichte Gelsenkirchen

In der Dokumentation der Stadtgeschichte Gelsenkirchens und der Aufarbeitung von Ereignissen aus der Zeit von 1933 - 1945 sehen wir unseren Tätigkeitsschwerpunkt. Im Bereich der Lokalgeschichte ist trotz der Publikationen des Instituts für Stadtgeschichte und der Arbeit der NS-Dokumentationsstätte in Erle vieles bisher nicht erfasst oder veröffentlicht worden. Der oft lückenhaften und für die breite Öffentlichkeit nur schwer oder gar nicht zugänglichen offiziellen Darstellung der Stadtgeschichte wirkt GELSENZENTRUM E.V. in Form dieses für jedermann frei zugänglichen Internetportals entgegen.

Menschen, die als Zeitzeugen von der nationalsozialistischen Gewalt- und Schreckensherrschaft oder der Nachkriegszeit erzählen können, gibt es immer weniger. Die Generationen wechseln, doch die Fragen bleiben. Die letzten Zeitzeugen können diese Fragen noch aus erster Hand, aus eigener Erfahrung beantworten und den nachfolgenden Generationen bleibt nicht nur das Buch oder der Film. Wir wollen Zeitzeugen befragen, Nachlässe sichten und in Archiven recherchieren. Welche Kontinuitätslinien aus der Zeit des Nationalsozialismus lassen sich in der Nachkriegszeit erkennen? GELSENZENTRUM E.V.geht auch diesen Fragen nach. Aus diesem Grunde sind uns Ihre Geschichten und Erzählungen herzlich willkommen. Helfen Sie mit, es gibt so viel zu tun!

Vergangenheitsbewältigung oder Schlussstrichmentalität?

Je größer der zeitliche Abstand zu den Geschehnissen unserer Vergangenheit wird, umso wichtiger ist es, die Erinnerung an die Verbrechen im Nationalsozialismus zu erhalten und das Andenken an die Opfer zu wahren. Das ist eines der erklärten Ziele von GELSENZENTRUM E.V.


"Die Ermordeten sollen nicht noch um das einzige betrogen werden, was unsere Ohnmacht ihnen schenken kann, das Gedächtnis"

Theodor W. Adorno

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Netz-gegen-Nazis: Initiativen in Nordrhein-Westfalen

Bild: Diese Seite unterstützt 'Netz gegen Nazis'

Eine Auswahl an Beratungsstellen, Gruppen und Kampagnen gegen Neonazis. Wenn Sie noch eine Initiative empfehlen wollen, schicken Sie eine Email an Netz-gegen-Nazis und die Liste wird entsprechend ergänzt.

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Andreas Jordan, März 2010

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