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Kampagne NO NAZIS 2010

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Blick nach Rechts

Nach dem "Aktionswochenende" der rechtsextremen Pro NRW in verschiedenen Städten des Ruhrgebiets und dem so genannten "Parteitag" am letzten Märzwochenende in Gelsenkirchen kündigt nun die NPD an, ihre "Schulhof-Offensive" fortzusetzen. Die selbsternannten "Nationaldemokraten" von der NPD wollen ihr rechtsextremes Gedankengut in Form von Flugblättern oder Musik-CD's auch an Gelsenkirchener Schulen verteilen. Damit die Aktionen der Rechten nicht auf fruchtbaren Boden fallen, ist Aufklärung und Information über die rechtsextreme NPD an den Schulen unserer Stadt dringend geboten - zeitnah.

Ihr wollt selber aktiv werden gegen Nazis?

Was wollt ihr tun? Es bietet sich zum Beispiel die Gründung von AG's gegen Rechtsextremismus an eurer Schule an. Oder ihr startet gemeinsam eigene Projekte gegen Rechts, wie zum Beispiel Konzerte oder Aktionstage an eurer Schule.

Wir wollen im Rahmen der Kampagne NO NAZIS 2010, die ihren Schwerpunkt in Gelsenkirchen hat, interessierten Schülerinnen und Schülern - und auch Lehrern und Eltern - helfen, Projekte gegen Nazis zu starten. Wir geben Tipps zur Gründung von AG's, liefern euch Beispiele für Projekte und vermitteln Kontakte. Auch bieten wir Hilfestellung für Aussteiger an. Wir bewerben und kündigen eure Veranstaltungen und Aktivitäten in unserem Netzwerk gegen Nazis an. Wir versenden einen Newsletter, der in loser Folge über Veranstaltungen und Aktionen gegen Rechtsextremismus und Rassismus in und um Gelsenkirchen informiert.

Aus der Vergangenheit lernen

Auch im Bereich der Erinnerungskultur und der Geschichtsarbeit (Gelsenkirchen im Nationalsozialismus) bieten wir unsere Hilfe und Unterstützung an, stellen themenbezogene Materialien und Handreichungen bereit. Im Internet unterhalten wir das Gedenkprojekt Gelsenzentrum, das sich mit der Geschichte Gelsenkirchens zwischen 1933-1945 beschäftigt. Das Projekt ist im Dezember 2009 vom Bündnis für Demokratie und Toleranz als Vorbildlich eingestuft und mit einem Preis ausgezeichnet worden.

Wir können Kontakte zu Zeitzeugen des Nationalsozialismus in Gelsenkirchen oder zu den wenigen noch lebenden Menschen aus Gelsenkirchen, die den Holocaust überlebt haben, herstellen. Wir verlegen in Gelsenkirchen die Stolpersteine gegen das Vergessen, ein Projekt des Kölner Künstlers Gunter Demnig. Sprecht uns an! Werdet aktiv und arbeitet mit gegen Rechtsextremismus und Rassismus in unserer Stadt.

Sprecht uns an! Email an → Antifaschistisches Netzwerk Gelsenkirchen


DerWesten schreibt am 29.3.2010:

Extremismus: NPD will nach Ostern verstärkt an Ruhrgebiets-Schulen werben

Die NPD setzt ihre Schulhofkampagne in NRW fort. Nachdem die rechtsradikale Partei zunächst islamfeindliche Post an Schülervertretungen geschickt hatte, wandten sich Aktivisten nun direkt an die Jugendlichen. Nach den Osterferien will die Partei verstärkt im Ruhrgebiet werben. Strafbar ist das nicht.

Die „Nationaldemokratische Partei Deutschlands“ (NPD) hat ihre selbst ernannte „Schulhofoffensive“ fortgesetzt. In der vergangenen Woche schickte sie rechte Post an rund 3000 Schülervertretungen in ganz NRW. Darin polemisiert sie gegen eine angebliche „Islamisierung Europas“ und rief zur Teilnahme an dem „kreativen Wettbewerb“ mit dem Titel „Wir oder Sharia“ auf. Am Freitag dann der nächste Schritt: Aktivisten der „Jungen Nationaldemokraten“ verteilten vor und in Schulen rechte Flyer und sprachen direkt Schüler an.

„Bei uns haben zwei Schüler aus der Jahrgangsstufe 12 rechte Zettel auf die Tische in der Cafeteria gelegt“, berichtet eine Schülerin des Zeppelingymnasiums in Lüdenscheid. „Sie waren vom Format ein Tick größer als übliche Musik- oder Werbeflyer.“ Auch in Essen, Erftstadt, Brühl, Wesseling und Frechen hat die NPD nach eigenen Angaben Propagandamaterial verteilt. Nach den Osterferien soll die Aktion in weiteren Städten fortgesetzt werden, kündigt die NPD auf ihrer Homepage an. Vor allem an Schulen im Ruhrgebiet wollen die „Nationaldemokraten“ um Sympathien und Stimmen für die Landtagswahl werben.

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