Ernest Marchand
Ernest Marchand wurde am 22. Februar 1929 in Gelsenkirchen geboren. In einem Interview erzählt er seine Lebensgeschichte. Ernest berichtet unter anderem auch von seiner Kindheit in Gelsenkirchen. Mutter und Sohn gelang es mit Hilfe Verwandter, sich rechtzeitig vor den Nazis in Sicherheit zu bringen.
→ Ernest Marchand
Kurt Löwenthal
Kurt Löwenthal stammt aus Gelsenkirchen und war Süßigkeiten-Großhändler. Die Nazis drängten ihn aus seinem Geschäft. Er floh schließlich 1937 nach Belgien, dann weiter nach Frankreich. Seine Eltern, zwei Brüder und eine Schwester wurden von den Nazis ermordet. Nach dem Krieg kehrte Kurt Löwenthal nach Deutschland zurück und emigrierte im Jahr 1951 in die USA.
→ Kurt Löwenthal
Familie Eichengrün
Der Kindertransport 1938 hat mein Leben gerettet, sagte Laura Gabriel, die in Gelsenkirchen als Tochter des bekannten Gelsenkirchener Zahnarztes Dr. Paul Eichengrün geboren wurde. So konnten ich und mein Bruder Werner Deutschland rechtzeitig verlassen. Laura Gabriel starb am 12. Dezember 2009 im Kreise ihrer Familie und ihrer Freunde in New Jersey, USA.
→ Familie Eichengrün - Verfolgung, Entrechtung und Emigration
Familie Gompertz
Die Familie Gompertz hat uns freundlicherweise die niedergeschriebenen, lebensgeschichtlichen Erinnerungen von Albert und Fred Gompertz in der englischsprachigen Orginalfassung zusammen mit Fotografien und Dokumenten zur multimedialen Aufbereitung und Publizierung auf der Internetpräsenz des Gelsenzentrum e.V. zur Verfügung gestellt.
→ Memoirs of Albert Gompertz - "Von Nazi-Deutschland nach Amerika"
→ Leo Gompertz, jüdischer Aktivist
Fred Gompertz aus Gelsenkirchen und 9/11
In den Erinnerungen von Fred Gompertz gab es bis dato nur ein Datum mit grundlegender Bedeutung für sein Leben: der 9. November 1938. Fritz Gompertz erlebte als Kind die Pogrome gegen Juden in der so genannten "Reichskristallnacht". Dann kam der 9. September 2001. Aber auch den Einsturz der Türme des World Trade Center in New York überlebte er. "Nine-eleven hat mein Leben ein zweitesmal zerstört" sagte Fred Gompertz nach seiner Rettung.
→ My Story - Fred Gompertz
→ Nachruf für Fred Gompertz
Familie Gross
Im Jahr 1937 musste sie Ihr Schuhgeschäft unter Preis abgeben, wurde also von der so genannten "Arisierung" betroffen. Auch die Wohnung in dem Geschäftshaus, das die Familie abgeben musste, musste verlassen werden. Spätestens in diesem Zusammenhang dürfte bei der Familie der Entschluss gereift sein, dass sie Deutschland verlassen müsste, was dem Vater, der im Ersten Weltkrieg Soldat gewesen war, wohl sehr schwer fiel.
→ Aus den Erinnerungen zweier jüdischer Mädchen
Familie Back
Ernst Ludwig Back besuchte Gelsenkirchen anläßlich des 70. Jahrestages der so genannten "Reichskristallnacht" am 9. November 2008. Der 85-jährige Ernst Back kam dazu extra aus Schweden angereist, um an diesen Tage allein durch seine Anwesenheit eine Geste der Versöhnung zu zeigen, zu zeigen, dass Gelsenkirchen für ihn immer noch seine "halbe Heimat" ist.
→ Erinnerungen von Klas und Ernst Back
Eliahu Ben-Yehuda stammt aus Gelsenkirchen. Er besuchte die Stadt in den vergangenen Jahren mehrfach und engagierte sich für die Israelisch-Deutsche Gesellschaft. Eliahu Ben-Yehuda gehört zu denjenigen Verfolgten, die überlebt haben, die es als eine ihrer wichtigen Aufgaben ansehen, von ihrer Verfolgung zu berichten, insbesondere einer jüngeren Generation ihre Erfahrungen zu vermitteln, um eine Wiederholung solchen Völkermordes zu verhindern.
→ Zum Tode von Eliahu Ben-Yehuda, vormals Erich Stiefel
Rudy Cohen
Der Familie Cohen gelang die Flucht aus Deutschland in letzter Minute. Rudy Cohen wurde als jüngster von drei Brüdern am 5. Oktober 1924 in Gelsenkirchen geboren. Er lebt heute in den USA.
→ Erinnerungen der Familie Cohen
Lore Buchheim, geborene Grüneberg
Hannelore "Lore" Buchheim wurde als Hannelore Grüneberg am 9. März 1925 in Gelsenkirchen geboren. Sie lebt heute in den USA.
→ Lore Buchheim, geborene Grüneberg
Hans Georg Stern
Der in Gelsenkirchen geborene Hans Georg Stern schildert sein Leben. Herr Stern hat seine Biographie exclusiv für die Veröffentlichung auf der Internetpräsenz von GELSENZENTRUM geschrieben, die Übersetzung aus dem Englischen hat dankenswerter Weise Marlies Niehues übernommen. Schon früh kann Familie Stern den Nationasozialisten entfliehen. Hans Georg Stern aus Gelsenkirchen lebt heute zusammen mit seiner Frau Emilie in Los Angeles.
→ Somewhere over the Rainbow... Hans Georg Stern erzählt
Helmut "Hello" Silberberg
Helmut Silberberg, der heute Ed Silverberg heißt, wird von seinen Eltern nach der so genannten "Reichskristallnacht" zu seinen Großeltern nach Amsterdam geschickt. Dort lernt Hello das Mädchen Anne Frank kennen.
→ Ed Silverberg
→ And Then They Came For Me
→ Englischsprachiges Interview mit Ed Silverberg aus Gelsenkirchen
Bernd Haase
Die Familie Haase wohnte an der Kaiserstraße 10 in Gelsenkirchen. Die Eltern von Bernd Haase und eine seiner Schwestern wurden von den Nationalsozialisten ermordet. Vater Sally Haase starb in der Gaskammer von Auschwitz, Mutter Carola und Schwester Ingrid wurden im KZ Stutthof ermordet.
→ Bericht von Bernd Haase
Herman Neudorf
Herman Neudorf wird von der Gestapo mitten aus dem Schulunterricht verhaftet. Bei seiner Verhaftung ist Herman 13 Jahre alt, bei seiner Befreiung aus dem KZ Buchenwald ist er nicht ganz 20 Jahre alt. Sieben Jahre mußte er in der Hölle der Nationalsozialisten verbringen, hat seinen Vater, seine Mutter, Verwandte, Bekannte und Freunde verloren. Die Erinnerungen an diese schreckliche Zeit wird Herman Neudorf Zeit seines Lebens nicht mehr vergessen können.
→ Das war Riga ... von Herman Neudorf
→ Vergessen ist unmöglich - Dialog mit einem Überlebenden
Reise nach Nürnberg
"Die Stadt war ja braun", sagt Herman Neudorf, aber: "Hier hat man mehr getan als anderswo, um die alten Wunden zu überwinden!" Herman Neudorf hat sich nie um die verächtlichen Kommentare seiner Landsleute geschert: "Deren Deutschland-Bild ist immer noch das alte." Er kam nach Nürnberg, immer wieder, in das Land der Täter, dessen Sprache er nach der Befreiung aus Buchenwald nicht mehr hören wollte. Und er brachte seine Frau Bella Silbermann mit, die in Nürnberg geboren und von hier nach Riga deportiert wurde. Niemand könnte es den beiden 79- und 78-Jährigen verdenken, wenn sie der Stadt der Reichsparteitage den Rücken kehren würden.
→ Herman und Bella Neudorfs Reise nach Nürnberg
Holocaust Memorial in Miami, USA
Die Fotos vom Holocaust Memorial in Miami sind ein Geschenk von Herman Neudorf. Zum Gedenken an die 6 Millionen jüdischen Opfer des Holocaust.
These pictures of the Holocaust Memorial are a gift from Herman Neudorf. In Memory of Six Million Jewish Victims of the Holocaust.
→ Holocaust Memorial in Miami/USA
Elli Kamm
Elli Kamm, geboren am 5. Januar 1926 in Gelsenkirchen überlebte den Holocaust und schildert in einem Video-Interview auf bewegende Weise ihren Leidensweg durch die Mordfabriken der nationalsozialistischen Schreckensherrschaft. Sie erzählt von ihrer Familie, schildert ihrem Überlebenskampf. Elli Kamm erzählt von ihrer Kindheit, von der Deportation aus Gelsenkirchen und ihrer Befreiung aus dem Lager Trojmiasto (Dreistadt) bei Danzig.
→ Textübersetzung des Video-Interviews mit Elli Kamm
Fred Diament aus Gelsenkirchen
Fred Diament war einer der Brüder von Elli Kamm, er wurde am 30. März 1923 in Gelsenkirchen geboren. Fred Diament starb am 13. November 2004 im Alter von 81 Jahren an den Folgen einer Lungenentzündung im UCLA Medical Center in Los Angels.
→ Deutsche Textübersetzung eines Nachrufes auf Fred Diament
→ Textübersetzung des Video-Interviews mit Fred Diament
→ 1996: Fred Diament erzählt von seiner Jugend in Gelsenkirchen
Manfred "Fred" Wolf
Fred Wolf stammt aus Merl, ein Stadtteil von Zell an der Mosel. Von den Nazis deportiert, lernt er in Auschwitz/Buna Fred Diament kennen. Die Buna-Werke (I.G. Farben-Konzern) unterhielten ein Zweigwerk in Auschwitz, in dem zahlreiche Gefangene beschäftigt waren. Das KZ Auschwitz-Monowitz wurde auf dem Gelände dieses Zweigwerkes errichtet.
→ Fred Wolf, formerly "Number 105064" - Survivor of the Holocaust
Erinnerungen von Kurt Neuwald
Kurt Neuwald überlebte den Holocaust und kehrte nach dem Krieg in seine Heimatstadt Gelsenkirchen zurück. Er berichtet vom Alltag der jüdischen Menschen in Gelsenkirchen.
→ Wir hofften, es würde nicht so schlimm werden ...
Anna O. erinnert sich:
Nachdenkliche Gedanken einer fast 100-jährigen, die vom Judentum zum Christentum konvertierte und das Konzentrationslager Theresienstadt überlebte.
→ Vielleicht kommt noch einer auf die ldee: Die haben wir vergessen
Erinnerungen an das Grauen - Berichte von Überlebenden des Holocaust aus aller Welt
Familie Rebecka und Philip Friedmann
Gebürtig stammte die Familie Friedmann aus Spangenberg. Ben Ernst Friedmann hat die Shoa überlebt und seinen Lebensabend in Gelsenkirchen verbracht.
→ Familie Friedmann
Jeanette Wolff: Ich habe Riga überlebt...
Am 27. Januar 1942 fand der Abtransport der Jeanette Wolff nach Riga statt. Die Deportation nach Riga beschreibt Wolff wie folgt: "Am morgen des 25.Januar 1942 trat ein langer trauriger Zug unter der Bewachung der Gestapo den Weg zum Bahnhof an.(... ) In ungeheizten Waggons eingeschlossen. Ohne irgendetwas Warmes, ohne Verpflegung und die Möglichkeit, seine Notdurft zu verrichten, fuhren wir fünf Tage und Nächte."
→ Jeanette Wolff: Ich habe Riga überlebt...
Eugene Black in Gelsenkirchen
Fast auf den Tag genau vor 65 Jahren starben zwei von Eugenes Schwestern bei einem alliierten Bombenangriff auf das Hydrierwerk der Gelsenberg Benzin AG. Die Nazis hatten sie zur Sklavenarbeit von Auschwitz-Birkenau nach Gelsenkirchen in das Gelsenberglager, ein Außenlager des KZ Buchenwald, deportiert. 64 Jahre glaubte Eugene Black, das seine beiden Schwestern in der Gaskammer von Auschwitz-Birkenau ermordet worden sind.
→ Eugene Black in Gelsenkirchen
Otto Schwerdt - Als Gott und die Welt schliefen
(...) Wenn ich den SS-Mann vor mir sehe, habe ich das Gefühl, dass die nationalsozialistische Krankheit ihn noch nicht vollständig befallen hat. Er hätte mich auch sofort erschießen können. Doch er hält Abstand. Er selbst tötet nicht, er lässt töten. (...)
→ Wie ich aus Auschwitz rauskam
Der Fall Cilla Itzhaki
Die Sozialversicherung sträubt sich gegen Zahlungen an Menschen, die gearbeitet haben, während sie in Ghettos der Nazis lebten. Der Fall von Cilla Itzhaki ist eigentlich klar - aber das nutzt ihr bislang nichts.
→ Allein gegen die Rentenmänner
Das lange Warten des Abram Kit
Nur noch acht Kilometer bis Rumbula, und der kleine, gebeugte Mann trägt deutsche Balladen vor. Gleich wird er in diesem Wald bei Riga sein, aber Abram Kit rezitiert "Loreley" und "Erlkönig". Kurz nur ist die Fahrt, und eigentümlich unbefangen wirkt der lettische Jude. Es könnte auch anders sein. Denn er hat ein Leben gelebt, und Deutschland hat die Schatten darauf geworfen.
→ Die Hölle von Riga - Abram Kit
Ein Gespräch mit Jack Terry
Jack Terry , geboren 1930 in Ostpolen: eigentlich Jakub Szabmacher ist ein polnisch-amerikanischer Buchautor. Er war im Zweiten Weltkrieg der jüngste überlebende Häftling des Konzentrationslagers Flossenbürg. Er ist Mitglied im Stiftungsrat der Stiftung Bayerische Gedenkstätten und Sprecher der ehemaligen Häftlinge des Konzentrationslagers Flossenbürg.
→ "Die Zivilisation ist ein ganz dünner Firnis über der menschlichen Natur"
The Odyssey of John Chillag, a Hungarian Jew Born in Vienna
Am 21. März 2009 starb John Chillag in St. Gemma's Hospice Leeds, UK.
In the last few years John has given many talks in schools and other groups about his experiences during the Holocaust, "in the hope that younger generations may learn from the events and work for a better future." John wrote a book.
→ John Chillag
Rolf Abrahamson, gebürtig aus Marl
"Ob denn alles schlecht war"... Das fragen Schüler aus dem Hans-Schwier-Berufskolleg den Juden Rolf Abrahamson über die Nazizeit. Der gebürtige Marler überlebte mehrere KZ. Rolf Abrahamson besuchte im November 2007 das Berufskolleg und erzählte den meist aufmerksamen Berufschülern aus seinen lebensgeschichtlichen Erinnerungen an die Nazi-Zeit.
→ "Ob denn alles schlecht war"
Im Massengrab - Zalmann Teichmann
Der SS-Mann trat zurück, und mein Freund wurde sofort erschossen. Sie feuerten aus einer Entfernung von drei Metern. Er fiel in die Grube. Da ich hinter dem SS-Mann stand, konnte ich alles sehen. Dann machten sie es mit mir genauso. Ein SS-Mann kam an mich heran, brachte mich in die richtige Stellung und trat beiseite. So empfing auch ich die Gabe, die Kugel...
→ Im Massengrab
Die Todesfabrik - Miklos Nyiszli
Dr. Miklos Nyiszli war ein Gerichtsmediziner aus Großwardein in Ungarn. Er war als Häftling in Auschwitz. Miklos Nyiszli: "Ich empfinde es als Aufgabe, vor meinem Volk und der ganzen Welt zu berichten, was ich gesehen habe."
→ Die Todesfabrik
Angels in the Dark - The amazing story of survival in the sewers of Lvov
Jewish children were rounded up and tossed into awaiting trucks like sacks of raw potatoes. Watching helplessly at the fate of their children, some women threw themselves down from several stories high. Little Krystyna Chiger beheld all of this in fear and terror.
→ Angels in the Dark
Hintergrundgrafik: Bronzeplastik von Samuel Willenberg
Samuel Willenberg wurde 1923 im polnischen Czestochowa als Sohn eines jüdischen Vaters und einer russisch-orthodoxen Mutter geboren. Seine Mutter besorgte den Haushalt, während sein Vater als Lehrer und Synagogenmaler arbeitete. Kurz vor Ausbruch des Zweiten Weltkriegs zog die Familie nach Opatow, wo Vater Willenberg eine Synagoge bemalen sollte. Dort verhafteten im Oktober 1942 die Deutschen Samuel Willenberg, der bis dahin mit gefälschten Papieren die Besatzung überlebt hatte. Zusammen mit einem Großteil der jüdischen Bevölkerung Opatows deportierte man ihn in das Vernichtungslager Treblinka. Willenberg gab vor, Maurer zu sein und wurde als Arbeitshäftling ausgewählt. Alle anderen in diesem Transport wurden sofort vergast. Für eine geplante Massenflucht organisierten Häftlinge, unter ihnen Samuel Willenberg, am 2. August 1943 einen Aufstand in Treblinka. Willenberg konnte fliehen und erreichte Warschau, wo er bis zum Ende des Krieges in der polnischen Untergrundarmee gegen die Deutschen kämpfte.
Nach dem Krieg suchte Samuel Willenberg im Auftrag einer zionistischen Organisation jüdische Kinder, die den Holocaust im Verborgenen überlebt hatten und brachte jüdische Jugendliche illegal nach Italien. 1950 emigrierte er mit seiner Frau Ada – sie hatten 1948 geheiratet – nach Israel. In Tel Aviv arbeitete er 40 Jahre im Entwicklungsministerium. Nach seiner Pensionierung begann Samuel Willenbergs zweite Karriere: Er studierte Malerei, Bildhauerei und Kunstgeschichte in Tel Aviv. Seine Skulpturen zeigen Menschen und Szenen aus Treblinka. Die Plastiken waren in mehreren Ausstellungen zu sehen. Darunter im Palast des israelischen Präsidenten in Jerusalem und in der Nationalgalerie der Künste, Zacheta, in Warschau. Samuel Willenberg lebt mit seiner Frau Ada in Tel Aviv. Das Paar hat eine Tochter und drei Enkelkinder.