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Die Überlebenden

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Zeitzeugen: Erinnerungen jüdischer Bürger und Bürgerinnen aus Gelsenkirchen

In erschütternden Erzählungen berichten die Menschen von Ihren Verfolgungsschicksalen und Erlebnissen im so genannten "Dritten Reich". Sie legen Zeugnis ab und berichten auch von ihren Leidenswegen durch die Konzentrationslager der Nationalsozialisten.

Sie waren unsere Nachbarn...

Sehen Sie Fotos von Menschen aus Gelsenkirchen, die den Holocaust überlebt haben. Menschen, die früher einmal in dieser Stadt, in Gelsenkirchen, gelebt haben.

→ Sie waren unsere Nachbarn


Zum Gedenken an Anna Ostrowiak

Unser Ehrenmitglied Anna Ostrowiak starb am 9. April 2013 nach langer Krankheit. Wir kannten sie als warmherzige, dynamische und intelligente Persönlichkeit, die sich zur Lebensaufgabe gemacht hatte, anderen Menschen zu helfen. Am 20. Dezember 1923 in Polen geboren, erlebte sie den Holocaust in seiner ganzen brutalen Unmenschlichkeit. Ihre Lebens- und Leidenswege und ihr Überleben hat sie für das Shoa-Projekt videografisch festhalten lassen. Der zweiteilige Film ist online abrufbar.

Anna Ostrowiak hat in ihrer Wahlheimat Florida ein Programm mitinitiiert, dass Holocaust-Überlebenden bei der Durchsetzung ihrer Wiedergutmachungs- und Ersatzansprüche gegen die Bundesregierung half. Sie sprach fließend Polnisch, Russisch, Deutsch und Jiddisch und verwendete diese Fähigkeiten, um bedürftigen Überlebenden zu helfen. Anna half bei der Antragsstellung, füllte Formulare aus, übersetze und formulierte Widersprüche gegen Ablehnungsbescheide. In vielen Fällen zahlte sich ihre Beharrlichkeit aus. Sie half Hunderten von Überlebenden dabei, die Leistungen zu erhalten, die diese im Alter dringend benötigten. Sie und ihre Freundin Brenda Sender arbeiteten ehrenamtlich mehr als 15 Jahre für dieses Projekt. Im Dezember 2012 wurden Anna und Brenda von der Greater Miami Jewish Federation mit dem Ehrenamtspreis des Jahres geehrt.

→ In Memory of Chana Anna Ostrowiak-Gurfinkel

Flucht nach Südamerika

Die Familie Jakob Alexander lebte bis zu ihrer Flucht aus Nazi-Deutschland in Gelsenkirchen.

→ Familie Jakob Alexander

Three Letters by Deportees

From Germany to the Riga Ghetto and the Kaiserwald and Salaspils Extermination Camps: Johanna Rosenthal formerly Berlin, Hermann Voosen formerly Gelsenkirchen and Heinz Samuel formerly Krefeld.

→ Jewish Survivors Report

Familie Siegfried Block - Flucht und Deportation

Die Kinder der Familie Block können rechtzeitig aus Hitler-Deutschland flüchten. Hedwig Block wird in das Ghetto Riga verschleppt und ermordet.

→ Familie Block

Familie Franz Nathan - Flucht nach Kuba

Franz Nathan, jüdischer Funktionär des FC Schalke 04, floh 1938 mit seiner Frau Anna und Sohn Rolf von Gelsenkirchen nach Kuba.

→ Familie Franz Nathan

Erinnerungen von Gerald J. Newall (Gerd Josef Neuwahl)

Gerd Josef Neuwahl wurde am 29. August 1926 in Gelsenkirchen geboren. Familie Neuwahl flüchtete 1936 von Deutschland nach Bogota, Kolumbien. Gerd Neuwahl, der sich nun Gerald Joseph Newall nannte, wanderte schließlich 1948 von Südamerika in die USA aus. Gerald J. Newall starb am 3. Juni 2010 in San Diego, Chula Vista, Kalifornien.

→ Erinnerungen von Gerald J. Newall

Lore Price, geborene Sass

Lore Price wurde als Lore Sass am 1. November 1921 in Gelsenkirchen geboren. Sie war die Tochter des am 27. Februar 1888 in Mülheim an der Ruhr geborenen Friseurs Alfred Sass und seiner Frau Selma, geborene Levy, geboren am 23. November 1891 in Thorn. Die Familie Sass wohnte in Gelsenkirchen an der Vohwinkelstrasse 10.

→ Lore Price: Riga und Stutthof überlebt

Liese Spiegl und Kurt Sondermann

Liese Spiegl, geborene Sondermann konnte 1938 in die USA ausreisen, ihr Bruder Kurt Sondermann wurde mit den Eltern und einer weiteren Schwester am 27. Januar 1942 nach Riga deportiert. Kurt überlebte die Konzentrationslager und wurde 1945 aus dem KZ Theresienstadt befreit.

→ Die Verfolgung der Familie Sondermann aus Gelsenkirchen

Ludwig Richard Schloss

Später Lewis R. Schloss, genannt Lutz, berichtet von der Flucht zusammen mit seinem Vater Max Schloss aus dem Außenlager des KZ Buchenwald in Bochum beim "Bochumer Verein". Der deutsche Vorarbeiter Heinrich Hoppe half, die Flucht zu organisieren. Die Brüder Wilmes aus Gelsenkirchen versteckten die beiden geflohenen Juden.

→ Lewis R. Schloss

→ Full Circle - by Lewis R. Schloss

Max Schloss

Max Schloss berichtet von seiner Zeit im Konzentrationslager Riga-Kaiserwald. Er beschreibt, wie die SS und Vorarbeiter in den Arbeitskommando "K-Werk 9", in dem auch er Zwangsarbeit verrichten musste, vieler seiner Leidensgenossen in den Tod trieben.

→ Max Schloss

Ernest Marchand

Ernest Marchand wurde am 22. Februar 1929 in Gelsenkirchen geboren. In einem Interview erzählt er seine Lebensgeschichte. Ernest berichtet unter anderem auch von seiner Kindheit in Gelsenkirchen. Mutter und Sohn gelang es mit Hilfe Verwandter, sich rechtzeitig vor den Nazis in Sicherheit zu bringen.

→ Ernest Marchand

Kurt Löwenthal 

Kurt Löwenthal stammt aus Gelsenkirchen und war Süßigkeiten-Großhändler. Die Nazis drängten ihn aus seinem Geschäft. Er floh schließlich 1937 nach Belgien, dann weiter nach Frankreich. Seine Eltern, zwei Brüder und eine Schwester wurden von den Nazis ermordet. Nach dem Krieg kehrte Kurt Löwenthal nach Deutschland zurück und emigrierte im Jahr 1951 in die USA.

→ Kurt Löwenthal

Familie Eichengrün 

Der Kindertransport 1938 hat mein Leben gerettet, sagte Laura Gabriel, die in Gelsenkirchen als Tochter des bekannten Gelsenkirchener Zahnarztes Dr. Paul Eichengrün geboren wurde. So konnten ich und mein Bruder Werner Deutschland rechtzeitig verlassen. Laura Gabriel starb am 12. Dezember 2009 im Kreise ihrer Familie und ihrer Freunde in New Jersey, USA.

→ Familie Eichengrün - Verfolgung, Entrechtung und Emigration

Familie Gompertz 

Die Familie Gompertz hat uns freundlicherweise die niedergeschriebenen, lebensgeschichtlichen Erinnerungen von Albert und Fred Gompertz in der englischsprachigen Orginalfassung zusammen mit Fotografien und Dokumenten zur multimedialen Aufbereitung und Publizierung auf der Internetpräsenz des Gelsenzentrum e.V. zur Verfügung gestellt.

→ Memoirs of Albert Gompertz - "Von Nazi-Deutschland nach Amerika"

→ Leo Gompertz, jüdischer Aktivist

Fred Gompertz aus Gelsenkirchen und 9/11

In den Erinnerungen von Fred Gompertz gab es bis dato nur ein Datum mit grundlegender Bedeutung für sein Leben: der 9. November 1938. Fritz Gompertz erlebte als Kind die Pogrome gegen Juden in der so genannten "Reichskristallnacht". Dann kam der 9. September 2001. Aber auch den Einsturz der Türme des World Trade Center in New York überlebte er. "Nine-eleven hat mein Leben ein zweitesmal zerstört" sagte Fred Gompertz nach seiner Rettung.

→ My Story - Fred Gompertz

→ Nachruf für Fred Gompertz

Familie Gross

Im Jahr 1937 musste sie Ihr Schuhgeschäft unter Preis abgeben, wurde also von der so genannten "Arisierung" betroffen. Auch die Wohnung in dem Geschäftshaus, das die Familie abgeben musste, musste verlassen werden. Spätestens in diesem Zusammenhang dürfte bei der Familie der Entschluss gereift sein, dass sie Deutschland verlassen müsste, was dem Vater, der im Ersten Weltkrieg Soldat gewesen war, wohl sehr schwer fiel.

→ Aus den Erinnerungen zweier jüdischer Mädchen

Familie Back

Ernst Ludwig Back besuchte Gelsenkirchen anläßlich des 70. Jahrestages der so genannten "Reichskristallnacht" am 9. November 2008. Der 85-jährige Ernst Back kam dazu extra aus Schweden angereist, um an diesen Tage allein durch seine Anwesenheit eine Geste der Versöhnung zu zeigen, zu zeigen, dass Gelsenkirchen für ihn immer noch seine "halbe Heimat" ist.

→ Erinnerungen von Klas und Ernst Back

Eliahu Ben-Yehuda stammt aus Gelsenkirchen. Er besuchte die Stadt in den vergangenen Jahren mehrfach und engagierte sich für die Israelisch-Deutsche Gesellschaft. Eliahu Ben-Yehuda gehört zu denjenigen Verfolgten, die überlebt haben, die es als eine ihrer wichtigen Aufgaben ansehen, von ihrer Verfolgung zu berichten, insbesondere einer jüngeren Generation ihre Erfahrungen zu vermitteln, um eine Wiederholung solchen Völkermordes zu verhindern.

→ Zum Tode von Eliahu Ben-Yehuda, vormals Erich Stiefel

Rudy Cohen  

Der Familie Cohen gelang die Flucht aus Deutschland in letzter Minute. Rudy Cohen wurde als jüngster von drei Brüdern am 5. Oktober 1924 in Gelsenkirchen geboren. Er lebt heute in den USA.

→ Erinnerungen der Familie Cohen

Lore Buchheim, geborene Grüneberg 

Hannelore "Lore" Buchheim wurde als Hannelore Grüneberg am 9. März 1925 in Gelsenkirchen geboren. Sie lebt heute in den USA.

→ Lore Buchheim, geborene Grüneberg

Hans Georg Stern 

Der in Gelsenkirchen geborene Hans Georg Stern schildert sein Leben. Herr Stern hat seine Biographie exclusiv für die Veröffentlichung auf der Internetpräsenz von GELSENZENTRUM geschrieben, die Übersetzung aus dem Englischen hat dankenswerter Weise Marlies Niehues übernommen. Schon früh konnte Familie Stern aus Nazi-Deutschland fliehen. Hans Georg Stern aus Gelsenkirchen lebt heute zusammen mit seiner Frau Emilie in Los Angeles.

→ Somewhere over the Rainbow... Hans Georg Stern erzählt

Helmut "Hello" Silberberg 

Helmut Silberberg, der heute Ed Silverberg heißt, wird von seinen Eltern nach der so genannten "Reichskristallnacht" zu seinen Großeltern nach Amsterdam geschickt. Dort lernt Hello das Mädchen Anne Frank kennen.

→ Ed Silverberg

→ And Then They Came For Me

→ Englischsprachiges Interview mit Ed Silverberg aus Gelsenkirchen

Bernd Haase 

Die Familie Haase wohnte an der Kaiserstraße 10 in Gelsenkirchen. Die Eltern von Bernd Haase und eine seiner Schwestern wurden von den Nationalsozialisten ermordet. Vater Sally Haase starb in der Gaskammer von Auschwitz, Mutter Carola und Schwester Ingrid wurden im KZ Stutthof ermordet.

→ Bericht von Bernd Haase

Herman Neudorf 

Herman Neudorf wird von der Gestapo mitten aus dem Schulunterricht verhaftet. Bei seiner Verhaftung ist Herman 13 Jahre alt, bei seiner Befreiung aus dem KZ Buchenwald ist er nicht ganz 20 Jahre alt. Sieben Jahre mußte er in der Hölle der Nationalsozialisten verbringen, hat seinen Vater, seine Mutter, Verwandte, Bekannte und Freunde verloren. Die Erinnerungen an diese schreckliche Zeit wird Herman Neudorf Zeit seines Lebens nicht mehr vergessen können.

→ Das war Riga ... von Herman Neudorf

→ Herman Neudorf: Die Flucht und glückliche Befreiung des Häftlings Nr. 82609

→ Vergessen ist unmöglich - Dialog mit einem Überlebenden

Reise nach Nürnberg

"Die Stadt war ja braun", sagt Herman Neudorf, aber: "Hier hat man mehr getan als anderswo, um die alten Wunden zu überwinden!" Herman Neudorf hat sich nie um die verächtlichen Kommentare seiner Landsleute geschert: "Deren Deutschland-Bild ist immer noch das alte." Er kam nach Nürnberg, immer wieder, in das Land der Täter, dessen Sprache er nach der Befreiung aus Buchenwald nicht mehr hören wollte. Und er brachte seine Frau Bella Silbermann mit, die in Nürnberg geboren und von hier nach Riga deportiert wurde. Niemand könnte es den beiden 79- und 78-Jährigen verdenken, wenn sie der Stadt der Reichsparteitage den Rücken kehren würden.

Herman und Bella Neudorfs Reise nach Nürnberg

Elli Kamm 

Elli Kamm, geboren am 5. Januar 1926 in Gelsenkirchen überlebte den Holocaust und schildert in einem Video-Interview auf bewegende Weise ihren Leidensweg durch die Mordfabriken der nationalsozialistischen Schreckensherrschaft. Sie erzählt von ihrer Familie, schildert ihrem Überlebenskampf. Elli Kamm erzählt von ihrer Kindheit, von der Deportation aus Gelsenkirchen und ihrer Befreiung aus dem Lager Trojmiasto (Dreistadt) bei Danzig.

→ Textübersetzung des Video-Interviews mit Elli Kamm

Fred Diament aus Gelsenkirchen 

Fred Diament war einer der Brüder von Elli Kamm, er wurde am 30. März 1923 in Gelsenkirchen geboren. Fred Diament starb am 13. November 2004 im Alter von 81 Jahren an den Folgen einer Lungenentzündung im UCLA Medical Center in Los Angels.

→ Nachruf von Fred Diament auf seinen Bruder Leo-Yehuda Diament

→ Deutsche Textübersetzung eines Nachrufes auf Fred Diament

→ Textübersetzung des Video-Interviews mit Fred Diament

→ 1996: Fred Diament erzählt von seiner Jugend in Gelsenkirchen

Manfred "Fred" Wolf 

Fred Wolf stammt aus Merl, ein Stadtteil von Zell an der Mosel. Von den Nazis deportiert, lernt er in Auschwitz/Buna Fred Diament kennen. Die Buna-Werke (I.G. Farben-Konzern) unterhielten ein Zweigwerk in Auschwitz, in dem zahlreiche Gefangene beschäftigt waren. Das KZ Auschwitz-Monowitz wurde auf dem Gelände dieses Zweigwerkes errichtet.

→ Fred Wolf, formerly "Number 105064" - Survivor of the Holocaust

Erinnerungen von Kurt Neuwald 

Kurt Neuwald überlebte den Holocaust und kehrte nach dem Krieg in seine Heimatstadt Gelsenkirchen zurück. Er berichtet vom Alltag der jüdischen Menschen in Gelsenkirchen.

Wir hofften, es würde nicht so schlimm werden ...

Anna O. erinnert sich: 

Nachdenkliche Gedanken einer fast 100-jährigen, die vom Judentum zum Christentum konvertierte und das Konzentrationslager Theresienstadt überlebte.

Vielleicht kommt noch einer auf die ldee: Die haben wir vergessen

Auf vielfältige Weise mit Gelsenkirchen verbunden

Von links: Rolf Abrahamsohn, Herman Neudorf und Fawek Ostrowiecki 1996 in Gelsenkirchen.

Von links: Rolf Abrahamsohn, Herman Neudorf und Fawek Ostrowiecki 1996 in Gelsenkirchen

Alle Drei verbindet eine Gemeinsamkeit: Sie haben den Holocaust überlebt. Diese drei Männer sind auf besondere Weise mit Gelsenkirchen verbunden. Rolf Abrahamsohn und der in Horst-Emscher geborene Herman Neudorf wurden 1942 von Gelsenkirchen nach Riga deportiert, waren zusammen in Riga, in Buchenwald und in Bochum. Herman Neudorf ist 1945 zunächst nach Südamerika dann in die USA gegangen und hat sich dort eine neue Existenz aufgebaut. Rolf Abrahamsohn war 40 Jahre aktiv in der Gemeindearbeit tätig und war viele Jahre Vorsitzender der jüdischen Gemeinde Bochum-Herne-Recklinghausen. Fawek Ostrowiecki stammt aus Lodz, war 1940 im dortigen Ghetto, kam 1944 nach Auschwitz und dann zur Zwangsarbeit nach Bayern. 1954 ließ er sich in Gelsenkirchen nieder. Er hat nach dem Tod von Kurt Neuwald 2001 die jüdische Gemeinde Gelsenkirchen bis 2007 als Vorsitzender geleitet.

Foto: Archiv Gelsenzentrum e.V.



Erinnerungen an das Grauen - Berichte von Überlebenden des Holocaust aus aller Welt


Judith Altmann: Am Tag der Befreiung bin ich wiedergeboren worden  

Sie überlebte Auschwitz, die Außenkommandos von Buchenwald in Gelsenkirchen und Essen und das Inferno von Bergen-Belsen. Judith Altmann, geborene Bohorodczanerova, wurde 1924 in Jasina in der damaligen Tschechoslowakei geboren.

→ Judith Altmann: Lebensgeschichtliche Erinnerungen

Familie Rebecka und Philip Friedmann 

Gebürtig stammte die Familie Friedmann aus Spangenberg. Ben Ernst Friedmann hat die Shoa überlebt und seinen Lebensabend in Gelsenkirchen verbracht.

→ Familie Friedmann

Jeanette Wolff: Ich habe Riga überlebt... 

Am 27. Januar 1942 fand der Abtransport der Jeanette Wolff nach Riga statt. Die Deportation nach Riga beschreibt Wolff wie folgt: "Am morgen des 25.Januar 1942 trat ein langer trauriger Zug unter der Bewachung der Gestapo den Weg zum Bahnhof an.(... ) In ungeheizten Waggons eingeschlossen. Ohne irgendetwas Warmes, ohne Verpflegung und die Möglichkeit, seine Notdurft zu verrichten, fuhren wir fünf Tage und Nächte."

→ Jeanette Wolff: Ich habe Riga überlebt...

Eugene Black in Gelsenkirchen

Fast auf den Tag genau vor 65 Jahren starben zwei von Eugenes Schwestern bei einem alliierten Bombenangriff auf das Hydrierwerk der Gelsenberg Benzin AG. Die Nazis hatten sie zur Sklavenarbeit von Auschwitz-Birkenau nach Gelsenkirchen in das Gelsenberglager, ein Außenlager des KZ Buchenwald, deportiert. 64 Jahre glaubte Eugene Black, das seine beiden Schwestern in der Gaskammer von Auschwitz-Birkenau ermordet worden sind.

→ Eugene Black in Gelsenkirchen

Otto Schwerdt - Als Gott und die Welt schliefen 

(...) Wenn ich den SS-Mann vor mir sehe, habe ich das Gefühl, dass die nationalsozialistische Krankheit ihn noch nicht vollständig befallen hat. Er hätte mich auch sofort erschießen können. Doch er hält Abstand. Er selbst tötet nicht, er lässt töten. (...)

→ Wie ich aus Auschwitz rauskam

Der Fall Cilla Itzhaki

Die Sozialversicherung sträubt sich gegen Zahlungen an Menschen, die gearbeitet haben, während sie in Ghettos der Nazis lebten. Der Fall von Cilla Itzhaki ist eigentlich klar - aber das nutzt ihr bislang nichts.

→ Allein gegen die Rentenmänner

Das lange Warten des Abram Kit

Nur noch acht Kilometer bis Rumbula, und der kleine, gebeugte Mann trägt deutsche Balladen vor. Gleich wird er in diesem Wald bei Riga sein, aber Abram Kit rezitiert "Loreley" und "Erlkönig". Kurz nur ist die Fahrt, und eigentümlich unbefangen wirkt der lettische Jude. Es könnte auch anders sein. Denn er hat ein Leben gelebt, und Deutschland hat die Schatten darauf geworfen.

Die Hölle von Riga - Abram Kit

Ein Gespräch mit Jack Terry 

Jack Terry , geboren 1930 in Ostpolen: eigentlich Jakub Szabmacher ist ein polnisch-amerikanischer Buchautor. Er war im Zweiten Weltkrieg der jüngste überlebende Häftling des Konzentrationslagers Flossenbürg. Er ist Mitglied im Stiftungsrat der Stiftung Bayerische Gedenkstätten und Sprecher der ehemaligen Häftlinge des Konzentrationslagers Flossenbürg.

"Die Zivilisation ist ein ganz dünner Firnis über der menschlichen Natur"

The Odyssey of John Chillag, a Hungarian Jew Born in Vienna 

Am 21. März 2009 starb John Chillag in St. Gemma's Hospice Leeds, UK.

In the last few years John has given many talks in schools and other groups about his experiences during the Holocaust, "in the hope that younger generations may learn from the events and work for a better future." John wrote a book.

John Chillag

Rolf Abrahamsohn, gebürtig aus Marl 

"Das gemeinsame Gedenken in Gelsenkirchen begann am Morgen des 27. Januar 2011, dem Internationalen Holocaustgedenktag mit dem Vortrag eines jüdischen Zeitzeugen. Der Holocaust-Überlebende Rolf Abrahamsohn aus Marl sprach im Carl-Friederich-Gauß-Gymnasium vor Schülern über seine Erfahrungen in der der NS-Zeit. Der 85-jährige hat sieben Konzentrationslager überlebt.

"Rolf Abrahamsohn: Ich weiß noch alles..."

Video: "Alles weiß ich noch ... und das ist das Schlimme daran"

Im Massengrab - Zalmann Teichmann 

Der SS-Mann trat zurück, und mein Freund wurde sofort erschossen. Sie feuerten aus einer Entfernung von drei Metern. Er fiel in die Grube. Da ich hinter dem SS-Mann stand, konnte ich alles sehen. Dann machten sie es mit mir genauso. Ein SS-Mann kam an mich heran, brachte mich in die richtige Stellung und trat beiseite. So empfing auch ich die Gabe, die Kugel...

Im Massengrab

Die Todesfabrik - Miklos Nyiszli 

Dr. Miklos Nyiszli war ein Gerichtsmediziner aus Großwardein in Ungarn. Er war als Häftling in Auschwitz. Miklos Nyiszli: "Ich empfinde es als Aufgabe, vor meinem Volk und der ganzen Welt zu berichten, was ich gesehen habe."

Die Todesfabrik

Angels in the Dark - The amazing story of survival in the sewers of Lvov 

Jewish children were rounded up and tossed into awaiting trucks like sacks of raw potatoes. Watching helplessly at the fate of their children, some women threw themselves down from several stories high. Little Krystyna Chiger beheld all of this in fear and terror.

Angels in the Dark

Hintergrundgrafik: Bronzeplastik von Samuel Willenberg

Samuel Willenberg wurde 1923 im polnischen Czestochowa als Sohn eines jüdischen Vaters und einer russisch-orthodoxen Mutter geboren. Seine Mutter besorgte den Haushalt, während sein Vater als Lehrer und Synagogenmaler arbeitete. Kurz vor Ausbruch des Zweiten Weltkriegs zog die Familie nach Opatow, wo Vater Willenberg eine Synagoge bemalen sollte. Dort verhafteten im Oktober 1942 die Deutschen Samuel Willenberg, der bis dahin mit gefälschten Papieren die Besatzung überlebt hatte. Zusammen mit einem Großteil der jüdischen Bevölkerung Opatows deportierte man ihn in das Vernichtungslager Treblinka. Willenberg gab vor, Maurer zu sein und wurde als Arbeitshäftling ausgewählt. Alle anderen in diesem Transport wurden sofort vergast. Für eine geplante Massenflucht organisierten Häftlinge, unter ihnen Samuel Willenberg, am 2. August 1943 einen Aufstand in Treblinka. Willenberg konnte fliehen und erreichte Warschau, wo er bis zum Ende des Krieges in der polnischen Untergrundarmee gegen die Deutschen kämpfte.

Nach dem Krieg suchte Samuel Willenberg im Auftrag einer zionistischen Organisation jüdische Kinder, die den Holocaust im Verborgenen überlebt hatten und brachte jüdische Jugendliche illegal nach Italien. 1950 emigrierte er mit seiner Frau Ada – sie hatten 1948 geheiratet – nach Israel. In Tel Aviv arbeitete er 40 Jahre im Entwicklungsministerium. Nach seiner Pensionierung begann Samuel Willenbergs zweite Karriere: Er studierte Malerei, Bildhauerei und Kunstgeschichte in Tel Aviv. Seine Skulpturen zeigen Menschen und Szenen aus Treblinka. Die Plastiken waren in mehreren Ausstellungen zu sehen. Darunter im Palast des israelischen Präsidenten in Jerusalem und in der Nationalgalerie der Künste, Zacheta, in Warschau. Samuel Willenberg lebt mit seiner Frau Ada in Tel Aviv. Das Paar hat eine Tochter und drei Enkelkinder.

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Andreas Jordan, Juli 2008

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